Planetarium und Sternwarte Köln

Kosmos der Azteken und Maya

(Sa. 21 Oktober 2017 17:30 Uhr)

Berühmt sind die Maya für den Anbau von Mais, ihre Mathematik und für ihren hoch entwickelten Kalender, geschrieben in Maya-Schrift. Die mittlerweile weitgehend entzifferte Schrift war bis zur Ankunft der Spanier das einzige bekannte voll entwickelte Schriftmedium in Amerika. Kunsthandwerk (Bearbeitung von Stein, Keramik, Holz, Textilien) und Malerei waren hoch entwickelt, Metallverarbeitung (Gold, Silber, Kupfer) spielte erst spät und fast nur für rituelle Zwecke eine Rolle, nicht für die Werkzeugherstellung. In den Städten gab es bis zu 75 m hohe Stufenpyramiden, Maya-Akropolis, Paläste, Observatorien und Ballspielplätze. Die Azteken siedeln sich um 1215 im Hochtal von Mexico an und gründen 1370 ihre Hauptstadt Tenochtitlan. Nach kurzer Blütezeit wird jedoch auch das aztekische Reich von den Spaniern erobert. 1325 bricht der aztekische Widerstand. Aufgrund einer gemeinsamen olmekischen Ursprungskultur ist die Religion der Maya und Azteken recht ähnlich. Das Universum wurde von beiden in drei Hauptebenen eingeteilt, die Überwelt (Himmel) mit 13 Schichten, die Mittelwelt (Erde), viergeteilt oder als viereckige Platte und Unterwelt mit neun Schichten. Außerdem stand im Zentrum kosmologischer Spekulationen sowohl der Maya als auch der Azteken die Überwindung des uranfänglichen Chaos, das periodisch wiederkehren kann. Doch während die Maya ein hohes Bewusstsein für Vergänglichkeit hatten und ihnen die Götter und die Zeit als stabilisierende Faktoren galten, versuchten die Azteken durch Rituale Ordnung in der Welt herbeizuführen.

(ab 14 J.)
Blücherstrasse 15-17


Planetarium Köln, Blücherstrasse 15-17


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