Planetarium und Sternwarte Köln

China: Beziehung zwischen Mensch und Himmel

(Sa. 20 April 2019 17:30 Uhr)

Dass der Mensch in enger Beziehung zu Himmel und Erde steht, ist in der chinesischen Kultur tief verwurzelt. Viel Symbolik steckt z.B. in der Teezeremonie, in Teekännchen und Tasse. Der Deckel stellt den Himmel dar, der Behälter die Erde, und die Tasse steht für den Menschen. Und so kommen mit dem Teetrinken Mensch, Himmel und Erde miteinander in enge Beziehung. Dieses Prinzip der Dreiheit ist erkennbar bei den Tempelbauten: Dach - Sockel - Säulen. Das Dach symbolisiert den Himmel, der Sockel die Erde, die Säulen sind die Menschen. Kaiser darf nur sein, wer Himmel, Erde und die Menschen vereinigen kann. Regieren hieß in China: Himmel, Erde und Menschen in Einklang zu bringen. Um das zu schaffen, brauchte der Kaiser zwei Helfer: Wahrsager (Philosophen), um den Willen des Himmels zu erfahren und gelehrte Beamte, um die Ideen zu realisieren. Der Himmel spricht nicht mit Menschenwort, offenbart aber seinen Willen durch Sonne und Mond. Die Sonne ist Vorbild des Himmels, der Mond ist Ideal der Erde. Der Mensch hat die Erde zum Vorbild, und das Modell der Erde ist der Himmel. Gott im westlichen Verständnis heißt in China "Himmel". Der Kaiser ist Sohn des Himmels und hat göttlichen Status. Die Söhne des Himmels haben eine lange Zeit - bis 1911 - regiert.

(ab 14 J.)


Planetarium Köln, Blücherstrasse 15-17


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