Kollidierende Neutronensterne

Samstag 10.03.2018 17:30 Uhr

Blücherstr. 15-17 / 50733 Köln

Vor rund 130 Millionen Jahren kollidieren in einer weit entfernten Galaxie namens NGC 4993 zwei Neutronensterne. Am 17. August 2017 erfahren die Menschen von dieser sogenannten Kilonova. Gravitationswellendetektoren messen die Schwingungen in der Raumzeit, die nicht wie bei vorherigen Messungen nur einige Sekunden, sondern fast zwei Minuten dauern. Doch das Event wird nicht nur von den Gravitationswellendetektoren „geh├Ârt“, sondern von dutzenden Teleskopen auch im ganzen elektromagnetischen Spektrum beobachtet. Es ist der Beginn der „Multi-Messenger-Astronomie“
Neutronensterne:┬á Sie sind die Reste von Sternen, die an ihrem Lebensende erst in sich zusammen gefallen und dann explodiert sind. Zur├╝ck bleibt der extrem dichte Neutronenstern. „Wenn zwei Neutronensterne verschmelzen, kann viel passieren, was bei Schwarzen L├Âchern nicht passieren kann“, sagt Ohme: Neue Elemente k├Ânnen entstehen, Gammastrahlen, sichtbares, infrarotes, ultraviolettes Licht wird ausgesendet. Doch ganz genau verstehen die Forscher diese Kollisionen bisher noch nicht. Die Messungen aus NGC 4993 k├Ânnten jetzt Licht ins Dunkel bringen. Zum Beispiel wenn es um die Entstehung von schweren Elementen wie Gold oder Platin geht oder um den Ursprung der Gammastrahlenblitze.


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